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    • Einleitung

      Das Humangenomprojekt (HGP) war eines der bedeutendsten wissenschaftlichen Projekte des 20. Jahrhunderts. Es wurde zwischen 1990 und 2003 durchgeführt und hatte das Ziel, das gesamte menschliche Genom zu kartieren und zu sequenzieren – also die gesamte DNA, die Informationen darüber enthält, wie der menschliche Körper aufgebaut ist und funktioniert. Wissenschaftler aus vielen Ländern, darunter die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich, Frankreich, Deutschland, Japan und China, arbeiteten gemeinsam an diesem großen internationalen Projekt. Ihre Zusammenarbeit legte den Grundstein für die moderne Genomik und veränderte die Art und Weise, wie Wissenschaftler die menschliche Biologie erforschen (National Human Genome Research Institute [NHGRI], 2024).
      Das Humangenomprojekt verbesserte das wissenschaftliche Verständnis von Vererbung, genetischen Krankheiten und menschlicher Vielfalt erheblich. Es veränderte auch die Durchführung wissenschaftlicher Forschung, indem es den offenen Austausch von Daten und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen förderte (Collins, Morgan & Patrinos, 2003). Diese Prinzipien sind auch heute noch von zentraler Bedeutung für die moderne Genomforschung und biomedizinische Innovation.
      In dieser Lerneinheit erforschen die Schüler, was das Humangenomprojekt war, warum es wichtig war und wie Wissenschaftler erfolgreich die menschliche DNA entschlüsselt haben. Sie untersuchen außerdem ethische Herausforderungen im Zusammenhang mit der Genomforschung, wie genetische Privatsphäre und den verantwortungsvollen Umgang mit genetischen Daten (Green & Guyer, 2015). Mithilfe von Augmented-Reality-(AR)-Tools interagieren die Schüler mit DNA-Modellen und Sequenzierungsprozessen, was ihnen hilft, die wissenschaftlichen Methoden und Entdeckungen, die aus dem Humangenomprojekt hervorgegangen sind, besser zu verstehen.