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Stille Mutationen

Wenn eine Mutation die sichtbaren Merkmale eines Organismus, auch Phänotyp genannt, nicht verändert, wird sie als stille Mutation bezeichnet. In vielen Fällen verursachen stille Mutationen keine bemerkbaren Effekte, aber der Unterschied zwischen stillen und synonymen Mutationen ist nicht immer eindeutig (Griffiths et al., 2019). Obwohl synonyme Mutationen die Aminosäuresequenz eines Proteins nicht verändern, können sie dennoch kleine Auswirkungen haben. Zum Beispiel können verschiedene Codons, die für dieselbe Aminosäure codieren, unterschiedliche Mengen an passenden tRNA-Molekülen verwenden. Dies kann beeinflussen, wie schnell ein Protein produziert wird, was die Zellfunktion leicht beeinflussen kann (Alberts et al., 2015). In den meisten Fällen haben stille und synonyme Mutationen nur sehr geringe Auswirkungen auf den Organismus. Diese Mutationen zeigen, dass genetische Systeme flexibel sind und kleine Veränderungen tolerieren können, ohne ihre Funktion zu verlieren. Diese Flexibilität ist wichtig für die Evolution und die langfristige Anpassung (Strachan & Read, 2018).

Abbildung 1 zeigt eine synonyme Mutation, bei der eine Veränderung der DNA-Sequenz die Aminosäuresequenz des resultierenden Proteins nicht verändert.

Abbildung 1 zeigt eine synonyme Mutation, bei der eine Veränderung der DNA-Sequenz die Aminosäuresequenz des resultierenden Proteins nicht verändert.