5. Praxisbeispiele für AR in Umwelt- oder biobezogenen Bereichen
5.1. AR für die Vor-Ort-Umweltüberwachung und Datenvisualisierung
Umweltmonitoring an Feldstandorten umfasst typischerweise das Ausbringen von Sensoren, das Sammeln von Proben und die Durchführung von Analysen außerhalb des Standorts – Methoden, die häufig die Reaktionszeit verzögern und den räumlichen Kontext einschränken. Im Fall der mikrobiellen Bioremediation wird dies besonders problematisch, da mikrobielle Aktivität, Redoxbedingungen oder Konzentrationsgradienten von Schadstoffen weitgehend unsichtbar und hochdynamisch sind. Augmented Reality (AR) behebt cartige Probleme, indem sie eine Echtzeit-, räumlich verankerte Visualisierung von Felddaten ermöglicht und Wissenschaftler:innen erlaubt, mit Umweltinformationen genau dort zu interagieren, wo sie am relevantesten sind (Wang et al., 2022; Pokrić et al., 2012).
AR-Systeme können folgende Daten zusammenführen:
- · Umweltsensordaten (z. B. pH, gelöster Sauerstoff, Temperatur),
- · GIS-basierte Standortpläne (z. B. Schadstoffquellenzonen),
- · Prädiktive Modelle (z. B. TamCOMSOL/MODFLOW),
- · Muster~ mikrobieller Aktivität (z. B. eDNA-basierte Häufigkeit oder Expressionsprofile von Genen).
Dadurch können Forscher:innen, Umwelttechniker:innen oder Standortmanager:innen