5. Praxisbeispiele für AR in Umwelt- oder biobezogenen Bereichen
5.6. Neue Forschung: AR + Multi-Omics für Feld-Bioinformatik
Aktuelle Arbeiten deuten darauf hin, dass AR mit Omics-Plattformen (Metagenomik, Metabolomik, Transkriptomik) integriert werden kann, um mikrobielle Funktionsdaten im Raum darzustellen.
Beispiel:
- Wang et al. (2022) entwickelten eine AR-Visualisierungs-Engine, die Umgebungs-DNA (eDNA)-Daten mit GPS-Koordinaten integriert, um räumlich genaue Überlagerungen der mikrobiellen Diversität und funktionaler Merkmale in realen Landschaften zu erzeugen.
Relevanz für die Bioremediation:
Dies hat einen direkten Nutzen in Feldstudien, bei denen Forschende bewerten müssen, ob Mikroben aktiv Schadstoffe abbauen, spezifische Gene exprimieren (z. B. alkB, pahR, cydA) oder Konsortien bilden. Mit AR könnten solche Daten vor Ort für eine sofortige ökologische Interpretation visualisiert werden.
Diese Praxisbeispiele zeigen, wie AR in verschiedenen Umweltbereichen eingesetzt wird, um Kontaminationen zu visualisieren, Remediationsdynamiken zu simulieren, ökologische Risiken zu überwachen und mikrobiologische Daten zu interpretieren. Jedes Beispiel bietet eine übertragbare Methode für mikrobielle Bioremediationsmaßnahmen, insbesondere bei Feldversuchen, bei denen räumliches Bewusstsein, Echtzeitüberwachung und Sicherheit entscheidend sind.