1. Erforschen – Grundlagen von Gründächern und Vertikalen Gärten

1.1 Was sind Gründächer und Vertikale Gärten?

Ein Gründach, auch bekannt als begrüntes Dach, ist das Dach eines Gebäudes, das teilweise oder vollständig mit Vegetation und einem Substrat bedeckt ist, das über einer wasserdichten Membran gepflanzt wurde. Gründächer können in zwei Haupttypen unterteilt werden:

  • Extensive Gründächer: Gekennzeichnet durch eine flache Substratschicht (typischerweise 5–15 cm tief) und pflegeleichte, trockenheitsresistente Pflanzen wie Sedum-Arten, Gräser und Wildblumen. Sie sind leicht und benötigen nach der Etablierung nur minimale Bewässerung (Snodgrass & McIntyre, 2010).
  • Intensive Gründächer: Verfügen über eine tiefere Substratschicht (15 cm bis mehrere Meter tief) und können eine größere Pflanzenvielfalt tragen, einschließlich Sträuchern und sogar kleinen Bäumen. Sie benötigen mehr statische Unterstützung und Pflege und ähneln oft traditionellen ebenerdigen Gärten (Mentens et al., 2006).

Ein Vertikaler Garten, auch als grüne Wand oder Living Wall bekannt, ist ein System, bei dem Pflanzen vertikal an einer speziell entworfenen Struktur wachsen, die an einer Wand befestigt ist – entweder freistehend oder als Teil eines Gebäudes. Sie können sein: 

  • Paneelsysteme: Pflanzen wachsen in einzelnen Modulen oder Paneelen, die dann an einer Trägerstruktur befestigt werden.
  • Rankhilfesysteme: Kletterpflanzen wachsen an einer Stützkonstruktion wie einem Spalier oder Drahtseilen empor und sind in einem bodennahen Pflanzgefäß verwurzelt.
  • Hydroponische Systeme: Pflanzen wachsen ohne Erde in einer nährstoffreichen Wasserlösung.