1. ERKUNDEN – Verstehen des Kontexts und der Schlüsselkonzepte

Was ist biophiles Design?

Biophil und Wohlbefinden:

Die Verbundenheit mit der Natur als angeborene menschliche Neigung ist die Theorie der Biophilie; Wilson popularisierte diesen Begriff im Jahr (1984). Kellert und Calabrese (2015) befürworteten die Praxis des biophilen Designs. Sie definierten es als einen Prozess, der eine nachhaltige Designstrategie bietet, die darauf abzielt, Menschen und Natur auf der Grundlage von drei Erfahrungen und vierundzwanzig Designattributen miteinander zu verbinden. Die Stärkung dieser Verbindung zur Natur reduziert Stress und verbessert Gesundheit und Wohlbefinden.

Da Menschen in der Regel mehr Zeit in Gebäuden als in Außenbereichen verbringen, ist die Umsetzung eines biophilen Innenraumkonzepts besonders wichtig. Dieses Thema wird jedoch noch erforscht, und die dazugehörige Literatur ist relativ begrenzt. Zugegeben, Prinzipien und Designprozesse sind offen für verschiedene Interpretationen, was zu Unklarheiten führt. „Während das Ziel des biophilen Designs klar ist, ist das Verständnis und die Anwendung weniger eindeutig“ (Vagal, 2020).

Biophiles Design berücksichtigt andere Lebensformen (Beatley, 2017) und funktioniert effizient in unterschiedlichen Kontexten (Orman, 2017). Es besteht aus direkten, indirekten und symbolischen Erfahrungen, die die Verbindung zwischen Mensch und Natur fördern (Bewza, 2012). Zu den Merkmalen gehören der Zugang zu verschiedenen Raumtypen mit unterschiedlichen räumlichen Qualitäten (Mangone et al., 2017), vielfältige Oberflächenstrukturen, Glas, Naturblick, natürliche Materialien, warme Farben (Spivack und Rogelberg, 2010), Pflanzen, natürliches Sonnenlicht, Belüftung, offene Räume und Fenster (Gray und Birrell, 2014).