Abschnitt 1: Entdecken

Klimawandel und die Bedrohung des Artensterbens

Im letzten Jahrhundert sind die globalen Durchschnittstemperaturen aufgrund menschlicher Aktivitäten wie der Verbrennung fossiler Brennstoffe, Abholzung und industrieller Entwicklung um etwa 1°C gestiegen. Diese Erwärmung hat ernsthafte Umweltveränderungen verursacht, darunter häufigere Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen, Wirbelstürme und steigende Meeresspiegel. Diese Veränderungen beeinflussen die natürlichen Ökosysteme und die darauf angewiesenen Arten stark (IUCN, 2021).

Vom Menschen verursachter Klimawandel hat bereits direkte Auswirkungen auf viele Pflanzen- und Tierarten. Da sich die Umweltbedingungen sehr schnell verändern, haben viele Arten nicht genug Zeit, sich anzupassen. Laut der IUCN-Roten Liste gefährdeter Arten sind derzeit mehr als 10.000 Arten vom Klimawandel betroffen, was ihr Aussterberisiko erhöht (IUCN, 2021).

Ein bekanntes Beispiel ist die Bramble-Cay-Melomys (Melomys rubicola), die als erstes Säugetier offiziell aufgrund des Klimawandels für ausgestorben erklärt wurde. Der steigende Meeresspiegel zerstörte ihren Insel-Lebensraum nahe dem Great Barrier Reef.

Einführendes Video für Schüler (WWF – Klimawandel und Wildtiere):
 https://www.youtube.com/watch?v=ztWHqUFJRTs

Korallenriffe sind ein weiteres Ökosystem, das ernsthaft bedroht ist. Steigende Meerestemperaturen und Versauerung der Ozeane verursachen Korallenbleiche, Krankheiten und massenhaftes Absterben. Korallenriffe gehören zu den artenreichsten Ökosystemen der Erde, und ihr Verlust betrifft Millionen von Meeresarten. Wissenschaftler warnen, dass das Halten der globalen Erwärmung unter 2°C, wie im Pariser Abkommen festgelegt, für das Überleben der Korallenriffe unerlässlich ist (WWF, 2023).

👉 AR/3D-Visualisierung für Lernende:

https://artsandculture.google.com/asset/stunning-wilson-reef-great-barrier-reef-christophe-bailhache/hQEF7U6ddbajXw (Google Arts & Culture – Korallenriffe)

Klimawandel verändert auch das Verhalten und die Biologie von Arten.