Abschnitt 1: Entdecken
| Ιστότοπος: | Bios4You |
| Μάθημα: | (38) Klimawandel und die Bedrohung des Artensterbens |
| Βιβλίο: | Abschnitt 1: Entdecken |
| Εκτυπώθηκε από: | Svečio paskyra |
| Ημερομηνία: | Τετάρτη, 26 Αυγούστου 2026, 9:26 AM |
Klimawandel und die Bedrohung des Artensterbens
Im letzten Jahrhundert sind die globalen Durchschnittstemperaturen aufgrund menschlicher Aktivitäten wie der Verbrennung fossiler Brennstoffe, Abholzung und industrieller Entwicklung um etwa 1°C gestiegen. Diese Erwärmung hat ernsthafte Umweltveränderungen verursacht, darunter häufigere Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen, Wirbelstürme und steigende Meeresspiegel. Diese Veränderungen beeinflussen die natürlichen Ökosysteme und die darauf angewiesenen Arten stark (IUCN, 2021).

Vom Menschen verursachter Klimawandel hat bereits direkte Auswirkungen auf viele Pflanzen- und Tierarten. Da sich die Umweltbedingungen sehr schnell verändern, haben viele Arten nicht genug Zeit, sich anzupassen. Laut der IUCN-Roten Liste gefährdeter Arten sind derzeit mehr als 10.000 Arten vom Klimawandel betroffen, was ihr Aussterberisiko erhöht (IUCN, 2021).
Ein bekanntes Beispiel ist die Bramble-Cay-Melomys (Melomys rubicola), die als erstes Säugetier offiziell aufgrund des Klimawandels für ausgestorben erklärt wurde. Der steigende Meeresspiegel zerstörte ihren Insel-Lebensraum nahe dem Great Barrier Reef.
Einführendes Video für Schüler (WWF – Klimawandel und Wildtiere):
https://www.youtube.com/watch?v=ztWHqUFJRTs
Korallenriffe sind ein weiteres Ökosystem, das ernsthaft bedroht ist. Steigende Meerestemperaturen und Versauerung der Ozeane verursachen Korallenbleiche, Krankheiten und massenhaftes Absterben. Korallenriffe gehören zu den artenreichsten Ökosystemen der Erde, und ihr Verlust betrifft Millionen von Meeresarten. Wissenschaftler warnen, dass das Halten der globalen Erwärmung unter 2°C, wie im Pariser Abkommen festgelegt, für das Überleben der Korallenriffe unerlässlich ist (WWF, 2023).
👉 AR/3D-Visualisierung für Lernende:
https://artsandculture.google.com/asset/stunning-wilson-reef-great-barrier-reef-christophe-bailhache/hQEF7U6ddbajXw (Google Arts & Culture – Korallenriffe)
Klimawandel verändert auch das Verhalten und die Biologie von Arten.
Warum ist das wichtig?
Der Schutz von Arten ist nicht nur wichtig, weil sie einen eigenen Wert besitzen, sondern auch, weil sie gesunde Ökosysteme unterstützen. Ökosysteme versorgen den Menschen mit Nahrung, sauberem Wasser, Klimaregulierung und Schutz vor Naturkatastrophen (WWF, 2023). Der Klimawandel verstärkt bestehende Bedrohungen wie Lebensraumverlust und Verschmutzung und schafft eine negative Rückkopplungsschleife: Geschädigte Ökosysteme speichern weniger Kohlenstoff und werden anfälliger für Klimaauswirkungen (NASA, 2023).
Gestörte Nahrungsketten
Der Klimawandel betrifft selbst die kleinsten Organismen. Im Arktischen Ozean führen das Schmelzen des Meereises und die Versauerung der Ozeane zu einem Rückgang der Krillpopulationen, die eine wichtige Nahrungsquelle für Wale, Pinguine und Robben darstellen (IUCN, 2021). Wenn Arten am unteren Ende der Nahrungskette zurückgehen, breiten sich die Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem aus und werden oft erst viele Jahre später sichtbar.
Der Klimawandel betrifft auch die Landwirtschaft. Wärmere und feuchtere Bedingungen begünstigen Pflanzenkrankheiten wie die Ährenfusariose beim Weizen, was zu erheblichen Ernteverlusten und Gesundheitsrisiken durch giftige Substanzen führt (WWF, 2023).
Invasive, nicht-einheimische Arten
Der Klimawandel erleichtert es invasiven Arten, sich in neue Regionen auszubreiten. Ein Beispiel dafür ist die Wasserhyazinthe, ursprünglich aus Südamerika. Sie wächst schnell in wärmeren Gewässern, verringert den Sauerstoffgehalt in Flüssen und verursacht Fischsterben, was die Biodiversität und lokale Gemeinschaften beeinträchtigt (IUCN, 2021).

Abbildung 1. Wasserhyazinthe (Euchhorina crassipes). Quelle: Aquatic Biologist Inc.
Kohlenstoffsenken werden zu Kohlenstoffquellen
Wälder, Feuchtgebiete und Tundra wirken normalerweise als Kohlenstoffsenken, indem sie Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufnehmen. Der Klimawandel verstärkt Dürren, Brände und Krankheiten, was zum Absterben von Bäumen und zur Freisetzung des gespeicherten Kohlenstoffs in die Luft führt. Dieser Prozess beschleunigt die globale Erwärmung weiter (NASA, 2023).
Welche Maßnahmen können ergriffen werden?
Um Arten und Ökosysteme zu schützen, sind mehrere Maßnahmen notwendig:
➔ Reduzierung der CO₂-Emissionen, um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen.
➔ Schutz und Wiederherstellung von Ökosystemen wie Wäldern, Feuchtgebieten, Mangroven und Korallenriffen.
➔ Unterstützung der Anpassung von Arten durch die Reduzierung nicht-klimatischer Stressfaktoren und Planung für extreme Wetterereignisse.
➔ Nutzung von Schutzinstrumenten wie der IUCN Red List und dem Integrated Biodiversity Assessment Tool (IBAT), um fundierte Entscheidungen zu unterstützen (IUCN, 2021).
Schülerfreundliches Erklärvideo (zur Einführung des Konzepts verwendet):
NASA Climate Change Overview (NASA, 2023): https://www.youtube.com/watch?v=G4H1N_yXBiA