2. Warum Feldtests unerlässlich sind
2.2. Verständnis der Bioverfügbarkeit in der realen Welt
Im Labor liegen Schadstoffe oft in gelöster oder zugänglicher Form vor, aber in der Natur können sie in Bodenpartikeln eingeschlossen oder in Sedimentschichten verborgen sein. Dadurch wird es für Mikroben schwieriger, die Schadstoffe zu „erreichen“ und abzubauen. Dieses Konzept nennt man Bioverfügbarkeit, was die Zugänglichkeit eines Schadstoffs für mikrobielles Handeln beschreibt.
Zum Beispiel ist Öl, das nach einem Unfall in feinen Sedimenten eingeschlossen ist, viel schwieriger zu reinigen als Öl, das auf dem Wasser schwimmt, weil Mikroben es nicht leicht erreichen können (Prince et al., 2013). Bei Feldversuchen müssen Wissenschaftler nicht nur die Fähigkeit der Mikroben bewerten, sondern auch, ob die Verschmutzung physisch verfügbar ist, um abgebaut zu werden.