4. Praxisnahe Fallstudien
4. Fallstud
1. AR zur Visualisierung mikrobieller Aktivität und Schadstoffabbau
AR kann Wissenschaftlern helfen, mikrobielle Interaktionen mit Schadstoffen in 3D zu visualisieren und diese auf reale Umgebungen zu überlagern. In Feldversuchen ist das Verständnis darüber, wo und wie Mikroben agieren, insbesondere in unterirdischen oder aquatischen Systemen, entscheidend. Zum Beispiel ist während der in situ Uran-Bioremediation das räumliche Verständnis der Zonen, in denen Geobacter-Arten aktiv sind, entscheidend für die Bewertung des Sanierungserfolgs.
Studien haben gezeigt, dass AR verwendet werden kann, um umweltbezogene Geodaten wie Schadstoffkonzentrationen, Grundwasserfluss oder Nährstoffverteilung auf physische Standorte zu überlagern, indem Tablets oder AR-Brillen eingesetzt werden (Silva & Gültekin, 2021). Dies ermöglicht es Feldforschern, „zu sehen“, wo mikrobielle Aktivität voraussichtlich ihren Höhepunkt erreicht, und hilft dabei, die Abbauleistung mit Umweltvariablen wie pH-Wert, Redoxpotenzial oder Bioverfügbarkeit zu korrelieren.