Stammzellen sind anders

Sie sind die Meisterbauer des Körpers. Ihre zwei einzigartigen Fähigkeiten sind:
Selbsterneuerung: Sie können sich teilen und viele Male Kopien von sich selbst erzeugen.

Differenzierung: Sie können sich in viele verschiedene Arten spezialisierter Zellen verwandeln, je nach den Bedürfnissen des Körpers.

Es gibt mehrere Haupttypen von Stammzellen:

  • Embryonale Stammzellen (ESCs): Diese kommen in Embryonen im Frühstadium vor. Sie sind pluripotent, das heißt, sie können sich in jede Zellart im Körper verwandeln: Muskel-, Nerven-, Haut- oder Blutzellen. Das macht sie mächtig, aber auch umstritten, da ihre Gewinnung die Zerstörung des Embryos erfordert.
  • Adulte Stammzellen: Diese befinden sich in Geweben wie Knochenmark, Haut oder Fett. Sie sind multipotent, das heißt, sie können sich nur in bestimmte Zellarten verwandeln. Zum Beispiel können Knochenmark-Stammzellen Blutzellen produzieren, aber keine Gehirnzellen.
  • Induzierte pluripotente Stammzellen (iPS): eine revolutionäre Entdeckung. Im Jahr 2006 fanden die Wissenschaftler Shinya Yamanaka und Kazutoshi Takahashi heraus, wie man normale adulte Zellen (wie Hautzellen) „umprogrammieren“ kann, damit sie sich wie embryonale Stammzellen verhalten. Das bedeutet, dass Wissenschaftler nun pluripotente Zellen ohne Embryonen erzeugen können.

Einfach ausgedrückt ist es wichtig zu verstehen, dass Stammzellen wie blanke Lego-Steine sind. Sie können Kopien von sich selbst erzeugen oder in viele verschiedene Teile geformt werden, um das zu bauen, was der Körper braucht.