2. Prinzipien der Laser-Gewebe-Interaktion
2.3 Diagnostische vs. therapeutische Interaktionsschwellen
Bei der Wechselwirkung zwischen Laser und Gewebe spielt das Energieniveau eine entscheidende Rolle dabei, ob der Effekt diagnostisch oder therapeutisch ist. Diagnostische Anwendungen erfordern energiearme, nicht-destruktive Wechselwirkungen, die optische Signale liefern, ohne Zellen oder Gewebe zu schädigen. Diese Signale können umfassen:
- Elastische Streuung, verwendet bei diffuser Reflexion und OCT;
- Fluoreszenz, eingesetzt in der LIF zur Stoffwechsel- oder Krebsdetektion;
- Raman-Streuung, genutzt zur Identifizierung molekularer Zusammensetzungen über inelastische Photonverschiebung.
Im Gegensatz dazu treten therapeutische Effekte wie Photokoagulation, Ablation oder photomechanische Disruption bei höheren Energieniveaus auf und beruhen häufig auf thermischen oder mechanischen Veränderungen im Gewebe (Zafar et al., 2021).