3. Medizinische Diagnoseanwendungen der Lasertechnologie
3.3 Laserinduzierte Fluoreszenz (LIF)
Die laserinduzierte Fluoreszenz (LIF) ist eine diagnostische Technik, bei der Gewebe mit einem Laser angeregt wird, um Fluoreszenz zu erzeugen. Diese Emission kann von natürlich vorkommenden Substanzen (endogenen Fluorophoren) wie NADH, FAD oder Porphyrinen oder von extern applizierten fluoreszierenden Markern stammen. Die Fluoreszenzintensität und die spektrale Verschiebung spiegeln die biochemische Zusammensetzung des Gewebes wider und ermöglichen so die Erkennung von Stoffwechselaktivität, Tumorgrenzen oder bakteriellen Biofilmen.
LIF hat vielversprechende Ergebnisse bei der Identifizierung von präkanzerösen Läsionen, wie sie beispielsweise in der Mundhöhle oder am Gebärmutterhals auftreten, gezeigt und wird intraoperativ zur Führung der Tumorresektion eingesetzt. Die Hauptvorteile sind die schnelle Signalerfassung, die hohe Empfindlichkeit und die Möglichkeit, dynamische Veränderungen im Stoffwechsel zu überwachen (Zafar et al., 2021; De Miguel & Martínez, 2023).