3. Medizinische Diagnoseanwendungen der Lasertechnologie
3.4 Laser-Doppler-Flowmetrie (LDF)
Die Laser-Doppler-Flowmetrie misst den mikrovaskulären Blutfluss mithilfe des Dopplereffekts. Wenn ein Laser mit geringer Leistung bewegliche rote Blutkörperchen beleuchtet, erfährt das rückgestreute Licht eine Frequenzverschiebung, die proportional zur Geschwindigkeit und zum Volumen des Blutflusses ist. Diese Daten werden anschließend verarbeitet, um Karten der Gewebeperfusion, Entzündung oder Dynamik der Wundheilung zu erstellen.
LDF wird häufig zur Beurteilung von Verbrennungen, zur Überwachung peripherer arterieller Erkrankungen und beim Screening des diabetischen Fußes eingesetzt und bietet Klinikern eine nicht-invasive Methode zur Echtzeitbewertung der Mikrozirkulationsfunktion (Barsom et al., 2016). Jüngste Fortschritte haben die räumliche Auflösung der LDF verbessert, und Hybridsysteme kombinieren nun LDF mit Wärmebildgebung oder Nahinfrarotspektroskopie für multimodale Diagnostik.