Modul erkunden
Fortgeschrittenes Niveau
Fototransduktion und Anpassung.
Die Kaskade, die in den Photorezeptoren abläuft (Aktivierung des Photopigments, Transducin, Modulation von cGMP und Ionenkanälen), erklärt, wie Licht in elektrischen Strom umgewandelt wird. Anpassung (an Licht und Dunkelheit) kalibriert die Empfindlichkeit des Systems neu und ermöglicht so das Funktionieren über mehrere Größenordnungen der Leuchtdichte hinweg.
Auflösung und Kontrast.
Die Sehschärfe hängt nicht nur von der Optik ab: Retinale und kortikale Schaltkreise wählen räumliche Frequenzen und Orientierungen aus und verstärken so den Konturkontrast. Die unterschiedlichen Bahnen (parvozellulär/magnozellulär) priorisieren Detail/Farbe oder Bewegung.
Visuelle Bahnen und Integration.
Jenseits von V1 teilt sich die Verarbeitung in Netzwerke auf, die „was“ (Form, Farbe) und „wo/wie“ (Raum, Handlung) betonen. Farbwahrnehmung entsteht durch die Integration der L/M/S-Zapfenantworten und chromatischer Gegensätze, während Bewegungswahrnehmung zeitliche Integration und binokulare Disparität für die Tiefenwahrnehmung erfordert.
Warum nehmen wir bei schwachem Licht Bewegung besser wahr als feine Details?
Weil bei skotopischem Sehen Bahnen dominieren, die auf globale und zeitliche Veränderungen empfindlich sind, mit verringerter räumlicher Auflösung.
Warum kann eine kleine Pupille manchmal die Schärfe verbessern?
Weil sie Aberrationen verringert und die Tiefenschärfe erhöht (innerhalb der Grenzen der Beugung).