2. Ausführen
Sobald die Schüler die Grundlagen verstanden haben, schlüpfen sie durch interaktive Übungen in die Rolle von Wissenschaftlern.
In einer AR-Laborsimulation schrumpfen die Lernenden auf die Größe einer Zelle. Sie können die Doppelhelix der DNA sehen, das fehlerhafte HBB-Gen lokalisieren und anschließend ein virtuelles CRISPR-System verwenden, um es zu schneiden und zu reparieren. Während sie die Mission abschließen, beobachten sie, wie korrigierte Zellen beginnen, gesundes Hämoglobin zu produzieren.
Diese Übung verwandelt abstrakte Wissenschaft in etwas Sichtbares und Praktisches. AR macht unsichtbare Moleküle zu dynamischen 3D-Erlebnissen.
Begleitend zur Simulation analysieren die Schüler reale Fallstudien von Thalassämie-Patienten, die bereits von experimentellen Gentherapien profitiert haben (Cavazza et al., 2016). Für eine greifbare Aktivität im Unterricht können sie außerdem DNA-Modelle mit Perlen oder farbigen Streifen bauen, um den Unterschied zwischen fehlerhaften und korrigierten Sequenzen zu simulieren.
Durch diese Aktivitäten lernen die Schüler nicht nur etwas über Gentherapie – sie erleben, wie sie funktioniert und warum sie so viel Hoffnung bietet.