Sobald sie die Grundlagen erworben und die praktischen Simulationen abgeschlossen haben, werden die Studierenden ermutigt, groß zu denken. Augmented Reality wird zu einem Werkzeug, um Fragen wie „Was wäre, wenn...“ zu erforschen. Was wäre, wenn sich Stammzellen nicht richtig integrieren würden? Was wäre, wenn sie Tumore statt gesundem Gewebe bildeten? Was wäre, wenn sie eines Tages ganze Organe rekonstruieren könnten?

In dieser Phase nutzen die Studierenden Augmented Reality, um komplexere Szenarien zu simulieren, wie zum Beispiel die Entwicklung von Therapien für neurologische Erkrankungen oder das Testen, wie induzierte pluripotente Stammzellen (iPSCs) embryonale Stammzellen ersetzen könnten, um ethische Kontroversen zu vermeiden. Sie erforschen auch Bio-Inspiration: Tiere wie Salamander können ganze Gliedmaßen nachwachsen lassen – könnte die Stammzellforschung eines Tages dazu beitragen, dass Menschen etwas Ähnliches erreichen?

Das Lernen wird zudem gamifiziert, um die Studierenden zu motivieren. Sie erhalten Punkte und Abzeichen für erfolgreich abgeschlossene Missionen, steigen in den Bestenlisten für kreatives Problemlösen auf und schalten neue Missionen und Level frei, indem sie komplexere „virtuelle Patienten“ behandeln. Kollaborative Herausforderungen fördern Teamarbeit: Gruppen können die Aufgabe erhalten, einen digitalen Patienten mit mehreren Organschäden zu retten, was erfordert, dass sie ihr Wissen und ihre Strategien bündeln.

Die Bewertung ist in die Augmented-Reality-Aktivitäten integriert. Anstatt einen schriftlichen Test zu absolvieren, zeigen die Studierenden, was sie gelernt haben, indem sie Gewebe reparieren, die von ihnen durchgeführten Schritte erklären und die Ergebnisse reflektieren. Lehrkräfte nutzen Augmented-Reality-Protokolle, Gruppenpräsentationen und Tagebücher, um nicht nur Wissen, sondern auch Fähigkeiten, Kreativität und ethische Argumentation zu bewerten.