In Europa hat der Bioökonomiesektor bereits einen sehr hohen Wert erreicht und gleichzeitig die Schaffung zahlreicher Arbeitsplätze angeregt. Vor allem der europäische Lebensmittelsektor hat zahlreiche Veränderungen erfahren und boomt auch heute noch.

Die derzeit überarbeitete „Europäische Bioökonomiestrategie“ wird das Potenzial der verfügbaren biologischen Ressourcen in den verschiedenen Sektoren der Bioökonomie auf nachhaltige und sozial verantwortliche Weise erschließen.


Abbildung 3. Europa und Bioökonomie

Das Paket aus Verordnungen und Richtlinien basiert auf einem breit angelegten Programm konkreter Aktionen und Maßnahmen, die zum sogenannten Lebenszyklus von Produkten beitragen, d. h. einem verstärkten Fokus auf Recycling und Wiederverwendung von Produkten, was wiederum sowohl der Umwelt als auch der Wirtschaft zugutekommt.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Mittelmeerraum, der stets von einem hohen Maß an Wasserstress geprägt ist, was den Klimawandel kennzeichnet und erhebliche Auswirkungen auf die Landwirtschaft hat.


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Abbildung 4. Das bioökonomische System

Dieses Phänomen führt auch zu sozialem und wirtschaftlichem Stress, was wiederum geopolitische Instabilität hervorruft und Migrationsphänomene entstehen lässt, sowohl intern, von ländlichen zu städtischen Gebieten, als auch extern, insbesondere in Richtung Europa.

Um diese Probleme zu lösen, wurden auf europäischer Ebene zwei wichtige Initiativen ins Leben gerufen:

Zudem hat die jüngste, durch COVID-19 verursachte Pandemie die Notwendigkeit, das Modell der wirtschaftlichen Entwicklung im Sinne einer stärkeren Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein zu überdenken, noch deutlicher gemacht.

Vor diesem Hintergrund wird die Bioökonomie, insbesondere die Kreislaufwirtschaft, bei der Transformation des europäischen Entwicklungsmodells wichtig sein und bleiben, um einen fairen und inklusiven wirtschaftlichen und sozialen Wandel zu ermöglichen.