7. Digitale Kompetenzen
- Vaata
Im Jahr 2006 haben der Rat und das Europäische Parlament eine Empfehlung zu Schlüsselkompetenzen für lebenslanges Lernen herausgegeben. Der Erwerb dieser Kompetenzen – neben vielen anderen Zielen – soll sicherstellen, dass europäische Bürger ihre Fähigkeit zur persönlichen Entwicklung verbessern, ihren Platz auf dem Arbeitsmarkt finden und die soziale Inklusion sowie aktive Bürgerschaft fördern. Besonders in einer globalisierten Welt erweist sich der Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung als besonders effektives und wünschenswertes Instrument zur Umverteilung von Wohlstand; zudem verändert sich die Gesellschaft und damit sollten sich die Fähigkeiten der Bürger anpassen, sodass sie stets schnell auf die durch den Klimawandel und den Innovationsbedarf verursachten Veränderungen reagieren können. In diesem Zusammenhang gewinnen digitale Kompetenzen an zusätzlicher Bedeutung, zum einen, weil geschätzt wird, dass etwa 90 Prozent der Arbeitsplätze ein gewisses Maß an Vertrautheit mit Technologie und der digitalen Welt erfordern*..
Der europäische Rahmen für Schlüsselkompetenzen für lebenslanges Lernen definiert acht Haupt- und wünschenswerte Fähigkeiten:
- Kommunikation in der Muttersprache;
- Kommunikation in der Fremdsprache;
- Mathematische Kompetenzen und Grundkompetenzen in den Bereichen Wissenschaft und Technologie;
- Digitale Kompetenzen;
- Lernkompetenz;
- Soziale und bürgerliche Kompetenzen;
- Eigeninitiative und Unternehmergeist;
- Kulturelles Bewusstsein und Ausdrucksfähigkeit.
Abbildung 5 - https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/PDF/?uri=CELEX:52018SC0014&from=EN
Der Rahmen für digitale Kompetenzen 2.0 identifiziert die wichtigsten digitalen Kompetenzfähigkeiten und klassifiziert sie nach fünf Makrokategorien: Informations- und Datenkompetenz, d.h. die Fähigkeit, sich durch die Masse der verfügbaren Informationen zu navigieren, diese zu filtern und die präsentierten Informationen und Daten korrekt zu interpretieren; Kommunikation und Zusammenarbeit, d.h. die Fähigkeit, mit anderen Mitgliedern der Gesellschaft über digitale Werkzeuge zu kommunizieren und die eigene digitale Identität sowie Reputation zu verwalten; Erstellung digitaler Inhalte, d.h. die Fähigkeit, Inhalte zu erstellen und zu bearbeiten, die nutzbar gemacht werden können, unter Einhaltung der Urheberrechtsgesetze; Sicherheit, d.h. die Fähigkeit, die eigene digitale Umgebung sowie die psycho-physische Gesundheit zu schützen und die durch digitale Technologien verursachten Umweltwirkungen zu verstehen; Problemlösung, d.h. die Fähigkeit, Probleme, die durch die Nutzung von Geräten entstehen, zu lösen und innovativ zu sein.
Jede Makrokategorie umfasst weitere spezifische Kompetenzen entsprechend der jeweiligen Achse; somit werden insgesamt einundzwanzig digitale Kompetenzen identifiziert, die im Kontext des lebenslangen Lernens und der Nachhaltigkeit der europäischen Entwicklung nützlich sind.
*Vorschlag für eine Empfehlung des Rates zu Schlüsselkompetenzen für lebenslanges Lernen, 17/01/2018, S. 3, am Link