Überblick

Wie zuvor gezeigt wurde, könnte eine der einfachsten Methoden, die Bewegungen der bionischen Hand auszuführen, durch Servomotoren erfolgen, die an Schnüren („Sehnen“) ziehen, welche mit dem am weitesten entfernten beweglichen Teil eines Fingers verbunden sind (siehe Abb. 35).

Abbildung 35. Bewegung eines Fingers der bionischen Hand

Die Motoren könnten von einem vergleichsweise autonomen elektronischen Gerät gesteuert werden – einem Einplatinencomputer (SBC) in der Größe einer Kreditkarte. Es gibt viele solcher Geräte auf dem Markt, aber empfohlen wird der Mikrocontroller Arduino UNO (siehe Abb. 36), weil:

  • Er quelloffen, vergleichsweise günstig und äußerst beliebt bei Elektronik- und Kleinautomatisierungs-Enthusiasten ist;
  • Er als eines der simulierten virtuellen Geräte in TinkerCAD enthalten ist – einer webbasierten, kostenlosen Plattform zum Erlernen von Design. Dies ist ein besonderer Vorteil, da 3D-Modellierung, Schaltungs- und Softwareentwicklung in derselben Umgebung durchgeführt werden können. Darüber hinaus helfen das virtuelle Design, die Modellierung und das Testen der Hardware und Software, Schäden an der Ausrüstung zu vermeiden (und somit Kosten zu sparen), da die virtuellen Hardwareelemente nicht kaputtgehen, wenn sie falsch angeschlossen oder verwendet werden. Einige empfohlene vorbereitende Schritte zur Vermeidung von Schäden bei der Umsetzung des Designs in echter Hardware werden unten erwähnt.

Abbildung 36. Arduino UNO Mikrocontroller (reale Ansicht – links, virtualisiert in TinkerCAD – rechts)